Gast-Blogger

Samstag, 30. Mai 2009

SabineD - Entschuldigung

Ich muss mich jetzt mal entschuldigen für alles, was ich länger nicht geschrieben habe und vielleicht auch länger nicht schreiben werde.
Das ist nicht nur Faulheit, ich schwöre.
Im Gegenteil plagt mich das schlechte Gewissen. Denn ich traue mich nicht mal Nachrichten zu lesen, aus Angst, keine Zeit zu haben, mich drüber aufregen zu können.
Es ist ja so, dass man Arbeit hat oder sich auch Arbeit machen kann, wenn man keine oder nicht genug hat.
Zu dumm, dass ich mir vor nem halben Jahr ganz schön Arbeit aufs Kreuz gelegt habe (also gemacht) und nebenbei auch noch welche bekommen habe. Wobei das "machen" meist einhergeht mit Nonprofit, das "bekommen" aber wieder nottut, weil ... na ja, wir müssen schließlich alle leben, gell?
Schon doof, wenn dann alles auf einmal kommt.

Gemacht haben wir das hier, und bald kommt dann noch das hier.

Und irgendwie bin ich jetzt schon wieder am Ende mit meinen Schlauheiten.

Liebe Susanne, schöne Feiertage, und: sorry :-(
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Dienstag, 7. April 2009

SabineD - April April

Die Androhung, das neue Buch Unverstanden von Karin Slaughter hier zu zerreissen, nehme ich wieder Abstand. Schon frech, was Geld verdienen darf, auch weil ein TV-Sender es als Buch-Tipp erklärt.
Was ist da eigentlich passiert? Hatte sie keine Zeit für ein ganzes Buch, oder war es die fixe Idee ihres Agenten/Verlegers, mal was „anderes“ zu machen? Sie kann’s ja, also ganze Bücher schreiben. Aber das hier ist nicht Fisch und nicht Fleisch.
Also weiter übers Wetter.

Mein Gejammer und all das der Solidarischen hat Petrus offenbar erreicht oder er war es leid, sich die Ohren zuzuhalten. Jedenfalls scheint hier im hinterländischen Mittelhessen seit ein paar Tagen warm die Sonne auf unsere Häupter. Kaum zu glauben: Ich kann vor die Tür gehen ohne Jacke, ohne zu frieren.
Mittlerweile stehen die Gartenstühle draußen, der Hof ist eingeblümt und ausgekehrt und mich hat eine naturbreite Gelassenheit am Kragen, die sich gut anfühlt. Anbetracht der Tatsache, dass im HauseD zurzeit wirklich der Hund steppt, weil sich viel Besuch angekündigt hat, der von Freitag bis keine Ahnung bewirtet werden will, weil eine große Spanferkelparty geplant ist, weil die D’schen Kids ständig Tagesgäste reinschleppen, sich beide Hunde gleichzeitig haaren, noch nix für Ostern vorbereitet ist und ich selbst vor einem drei Meter hohen Stapel Literatur zum Thema Sprichwörter sitze, den ich abarbeiten muss, um anschließend was Schlaues dazu zu schreiben … – also unter Berücksichtigung dieser stillen Tage – sollte ich vielleicht in Hektik geraten. Sollte ich nicht?
Nein. Wenn die Sonne scheint, ist alles gut. Mein Wettergemüt ist im emotionalen Wohlstandsbereich gelandet. Und das Leben ist wieder Schokolade.
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Montag, 23. März 2009

SabineD-Das Wettergemüt

Oje, ich komme mir vor wie ein Einbrecher. Als Contributer habe ich noch nie nicht gebloggt, jetzt musste ich grad ganz schön suchen, wohin mit mir. :)
Frei, wie ich bin, kennzeichne ich einfach die Beiträge, die ich hier ab und an reinstellen werde (nach den Umsummen von Bestechungsgeldern, die ich einsacken konnte, stehe ich in SusanneMs Schuld, ist doch klar) mit meinem geheimen Kürzel SabineD. Psst also!

In den BuchStaben habe ich am vergangenen Wochenende so lapidar dahingesagt, an Nachrichten-Blogthemen beim streng vertraulichen Gastbloggen hier bliebe nicht viel übrig, wenn ich nicht über Amokläufe, Inzestfälle, Politik und Wirtschaftskrisen schreiben wollte – bis auf das Wetter vielleicht. Und – nein – ich mag auch nicht über Ex-Big-Brother-Container-Bewohner schreiben, die nicht kapiert haben, dass sie nicht mehr dabei sind und ihr Leben und Sterben zum Medien-Highlight mutieren lassen.
Übers Wetter schreiben ist ja nun ziemlich einfallslos, andererseits – sind wir nicht alle ein bisschen temperatur- und sonnenlaunisch? Zumindest mein Gemüt ist stark abhängig davon, ob der Himmel regenverhangen ist – und vor allem, wann und wie lange –, ob die Temperaturen lau bis herzerwärmend sind oder ob ich mich durch den Tag frieren muss, ob die Sonne blinzelt oder ob es schüttet … und mit Schnee kann ich schon mal gar nicht.
Das augenblickliche Wetter und der Frühling, der einfach nicht kommen will, schlägt mir ganz schön aufs Gemüt. Und mein Gemüt nimmt in meinem Kopf viel Platz ein, u.a. auch an den Stellen, die kreativ arbeiten sollen und das im Moment nur sehr zögerlich und beleidigt tun – wenn überhaupt. Ich kann nicht gut denken, wenn ich immer friere, mir fällt nichts Nettes ein, wenn ich aus dem Fenster in einen grauen Himmel starre, die Inspiration bleibt aus, weil man bei dem Siff da draußen nicht so oft raus kommt und nicht so viel Leben beobachten kann … und überhaupt fehlt es mir, mit zusammengekniffenen Augen in die Sonne zu blinzeln und tapfer an meinen Falten zu arbeiten.
Ich will jetzt endlich raus aus den dicken Pullis und rein in die Flip-Flops, ich will die Rauchschwaden vom Grillen durchs ganze Haus riechen, das Geplärr der Nachbarn live miterleben und in der Ferne den Sound der Biker auf der Umgehungsstraße hören. Ich will Eis essen und schwimmen, mir einen Sonnenbrand holen, im Garten unterm Schirm arbeiten und mir die nackten Füße auf heißem Teer verbrennen. Ich will außerdem die dicke Biber-Bettwäsche gegen kühle Stoffe tauschen, schon beim Gedanken an Sex ins Schwitzen kommen und meinen Kids morgens Sonnencreme anstelle von guten Ratschlägen a la „Macht die Jacken zu“ mitgeben. Außerdem will ich endlich wieder eine blühend-bunte Natur sehen und in der Früh vom Vogelgezwitscher geweckt werden.
Und weil ich all das will und noch gar nichts davon passiert, werde ich das neue Buch (Büchlein trifft es eher) von Karin Slaughter fertiglesen und es beim nächsten Mal ordentlich zerreisen. Oder nicht, mal sehen.

Jetzt aber schnell heim, ehe mich jemand erwischt.

PeEs: Susanne, du hast nix dagegen, wenn ich ein neues Thema erstelle? Ergibt vielleicht Sinn. Vielleicht kommen noch mehr Gäste ;) Kannst's ja auch wieder wegmachen ...
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